Unternehmenskulturen prägen unsere Arbeitsweise, Kommunikation und Werte. Sie beeinflussen maßgeblich, wie Mitarbeiter denken und zusammenarbeiten. Doch was passiert, wenn diese Kultur nicht aktiv gelebt und gefördert wird? Es entsteht eine Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit, die den Erfolg des Unternehmens beeinträchtigen kann.
von Hans G. Stamm -
zertifizierter systemischer Coach & Berater (CTAS/ISO/ICI) und zertifizierter Trainer / Coach für LINC PERSONALITY PROFILER
Dieser Culture Gap entsteht, wenn die tatsächlichen Verhaltensweisen und Werte der Mitarbeiter und Führungskräfte nicht mit den offiziell kommunizierten Zielen des Unternehmens übereinstimmen. Das kann erhebliche Auswirkungen auf Motivation, Engagement und Zufriedenheit haben.
Führungskräfte spielen eine Schlüsselrolle, denn als Vorbilder prägen sie maßgeblich das Arbeitsklima und die Unternehmenskultur. Authentische und wertebasierte Führung ist essenziell, um den Culture Gap zu schließen und eine gesunde Unternehmenskultur zu schaffen.
Dieser Artikel untersucht Ursachen und beleuchtet, wie Unternehmenskultur Führungskräfte beeinflusst und wie sie professionell begleitet werden können, um den Wandel zu fördern.
wie Menschen miteinander umgehen, Entscheidungen treffen und ihre Arbeit verrichten, …
das nicht nur die Mitarbeiterzufriedenheit steigert, sondern auch zu besserer Leistung und langfristigem Erfolg führt, …
das die gemeinsamen Werte, Normen, Überzeugungen und Verhaltensweisen innerhalb einer Organisation umfasst.
Nein. Es wäre naiv, dies anzunehmen. Dennoch ist die kulturelle Prägung eines Unternehmens kein Zufall und wird - entweder bewusst, im Zweifel jedoch immer unbewusst - gestaltet.
Unternehmenskulturen lassen sich nicht einfach künstlich erschaffen oder von außen einführen. Sie entstehen organisch über einen langen Zeitraum.
Der Wandel einer bestehenden Unternehmenskultur - und es gibt immer eine - benötigt Geduld und einen langfristigen Ansatz.
Obwohl Kultur nicht von oben herab verordnet werden kann, können Führungskräfte den Kulturwandel maßgeblich fördern und prägen.
Abgesehen davon, dass sich Kulturwandel nicht verordnen lässt, scheitern nicht selten aufwendig und detailliert geplante Initiativen mit ausschließlich gut gemeinten Wünschen an der harten Realität oder werden von ihr massiv ausgebremst. Hier die häufigsten Ursachen:
Mitarbeitende stehen der Kulturinitiative skeptisch gegenüber. Sie befürchten den Verlust von Gewohnheiten bzw. Privilegien oder dass Veränderungen negative Auswirkungen auf ihre Arbeit oder ihre Position haben könnten.
Missverständnisse und Unsicherheiten durch unklare Kommunikation der Führungsebene verhindern, dass Mitarbeitende verstehen, was mit der Initiative angestrebt wird. Ihr Engagement bleibt aus.
Bestehende Strukturen, welche noch nicht transformiert oder nicht veränderbar sind - zum Beispiel starre Hierarchien oder unflexible Prozesse - behindern die Entfaltung der gewünschten Kultur.
Wenn erwünschtes Verhalten dauerhaft keine konkreten und attraktiven Vorteile bietet, bleibt die Kulturveränderung aus. Anerkennung, Belohnungen oder andere Anreize können Motivation für das Engagement für den Wandel sein.
Keines dieser Probleme ist unüberwindbar. Im Folgenden wird der Versuch unternommen, die wichtigsten Maßnahmen, Beiträge und Verhaltensweisen aufzuzählen, welche eine wünschenswerte Unternehmenskultur positiv beeinflussen können.
Offene und transparente Kommunikation über die Kultur und die damit verbundenen Erwartungen ist entscheidend, um den Kultur-Gap zu schließen.
Mitarbeitende in den Gestaltungsprozess einzubinden, fördert Akzeptanz und Engagement für die Unternehmenskultur.
Maßnahmen zur Veränderung und Erhaltung der Unternehmenskultur bedürfen regelmäßiger Überprüfung und Anpassung, um effektiv wirken zu können.
Die Führungsebene vermittelt Unternehmenswerte und die inspirierende Vision auf eine verstehbare Art und Weise.
Werte und Vision sind so formuliert, dass sie allen als Leitfaden für das Handeln dienen und Orientierung geben.
Werte und Vision sind in allen Unternehmensbereichen sichtbar und in Entscheidungen wie Kommunikation erkennbar.
Führungskräfte leben die gewünschten Verhaltens-weisen vor und dienen so als Modell für ihre Mitarbeitenden.
Ein wertschätzender Austausch über strategische und operative Themen findet regelmäßig und in nachhaltiger Weise statt.
Führungskräfte fördern die Zusammenarbeit im Team, indem sie aktiv mitwirken und lateral führen.
Neben der fachlichen Eignung werden Softskills ermittelt, die in einen unternehmensspezifischen CandidateCheck einfließen. Unter anderem sind diese drei Skills wichtig:
Kulturelle Passung
Neue Mitarbeiter werden auch nach ihrer kulturellen Übereinstimmung mit dem Unternehmen und seiner Werten ausgewählt.
Teamfähigkeit
Wichtige Kriterien sind auch die Kommunikations- und Teamfähigkeit der Bewerber, um eine harmonische Arbeitsatmosphäre zu schaffen.
Kompetenz und Haltung
Darüber hinaus werden Konfliktkompetenz, Engagement und Lernbereitschaft der Kandidaten berücksichtigt.
Feiern und Feste fördern das Gemeinschaftsgefühl und stärken die Unternehmenskultur.
Gemeinsame Erlebnisse und Aktivitäten schaffen eine starke Teamidentität.
Visuelle Symbole, die für die Werte des Unternehmens stehen, stärken die Identifikation der Mitarbeiter.
Vertiefte Schulungen
In gezielten Schulungen kann das Verständnis für die Unternehmenskultur vertieft werden.
Praxisorientierte Workshops
Workshops bieten Mitarbeitern die Möglichkeit, ihr Verhalten zu reflektieren und zu verändern.
Verständnis der Unternehmenskultur
Die Workshops können auch die Werte, Vision und Verhaltensrichtlinien des Unternehmens näher erläutern.
Unternehmenskultur ist ein dynamischer Prozess, der von allen Mitarbeitern gemeinsam geformt wird.
Unternehmenskultur kann nicht einfach "eingeführt" werden, sondern muss aktiv gelebt und weiterentwickelt werden.
Einzelne Maßnahmen allein reichen nicht aus - Unternehmenskultur erfordert das Zusammenspiel und Engagement aller Mitarbeiter.
Es ist langjährig, teuer und wenig erfolgreich, Führungsverhalten durch Seminare zu entwickeln und zu verändern. Führungsbegleitung wirkt unmittelbar und ohne jede Zeitverschwendung.
Führungskräfte benötigen keine weiteren Seminare. Sie brauchen praktisches Feedback und Reflexion im realen Arbeitsalltag. In einem hybriden Top-Down-Ansatz werden ausgewählte Führungskräfte vor Ort wie virtuell begleitet.
Der Prozess beginnt mit einer Bedarfsanalyse und der Festlegung klarer Ziele für die Führungskräfte.
Die Führungskräfte werden durch persönliche Begleitung mit anschließender Reflexion im Führungsalltag unterstützt.
Auch Teammeetings werden beobachtet, um konstruktives Feedback und Anregungen zu geben.
Ein umfassendes Feedback-System, das Rückmeldungen von Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern sammelt, um ein vollständiges Bild des Führungsverhaltens zu erhalten.
Maßgeschneiderte Coaching-Sitzungen, die auf die spezifischen Bedürfnisse und Ziele der Führungskraft abgestimmt sind.
Virtuelle Begleitung und Unterstützung durch digitale Plattformen, die den Austausch und die kontinuierliche Entwicklung fördern.
Werkzeuge zur Festlegung und Überprüfung von Zielen, um den Fortschritt und die Wirksamkeit der Maßnahmen zu messen.
Solider Hintergrund
Eine solide kaufmännische Ausbildung und langjährige Erfahrung in den Bereichen Führung, Betriebswirtschaft, Finanzen, Versicherung, Marketing und Vertrieb sowie Berufserfahrung durch umfangreiches Business Coaching und Mentoring.
Unternehmerische Reise
Seit der Jahrtausendwende bin ich selbstständig. Der Schwerpunkt auf Mentoring, Coaching und Training besteht seit 2014. Ich habe mehrere Start-up-Erfahrungen, darunter habe ich als ehemalige Führungskraft die Transformation einer Bezirksdirektion zur Unternehmeragentur als Co-Founder mitgestaltet.
Führungserfahrung
Davor sammelte ich 11 Jahre Berufserfahrung in Führungspositionen.
Expertisen
Partnernetzwerk
Und:
Für die Großen unter Ihnen bringe ich als Unterstützung bewährte Partner mit:


Am besten lernen wir uns entspannt kennen. Das bedeutet, dass wir zunächst darauf verzichten, etwas voneinander erwarten oder uns gegenseitig zu verpflichten. So können wir herausfinden, ob wir auf einer Wellenlänge sind. Dazu brauchen wir nur die richtige Gelegenheit. Die findest du hier:
KIT- 1 Unternehmenskultur