KIT 9
Die TATKRAFTFORMEL
Erfolgsfaktor Veränderungskompetenz
In unserer dynamischen Welt ist die Fähigkeit, mit Veränderungen effektiv umzugehen, ein Erfolgsfaktor.
Dieser Artikel wurde inspiriert durch die wegweisende Arbeit des chilenischen Coachs Julio Olalla, einem Pionier des ontologischen Coachings.
Daraus resultiert eine leistungsstarke Formel für Tatkraft und Erfolg. Sie hilft, Herausforderungen zu meistern und Ziele zu erreichen.

by Hans G. Stamm

Eine Erfolgsformel
Die Grundlage
Vier Schlüsselfaktoren liegen der Idee von Julio Ollala zugrunde. Sie sind entscheidend, um Veränderungsprozesse gelingen zu lassen. Er sieht sie in einer Multiplikation verbunden: Keiner der Faktoren darf gleich 0 sein, damit sich der Aufwand für die Veränderung lohnt. Außerdem muss das Ergebnis - also das Produkt der Multiplikation - größer sein als der erwartete Aufwand. Aber davon später mehr.
Wille x Anziehungskraft des Ziels x Zuversicht x Klarheit
Praktische Anwendung im Coaching
Diese Formel wird oft in strukturierten Lösungsanalysen verwendet, um herauszufinden, wo sich ein hilfreicher Ansatzpunkt für ein Coachinggespräch ergibt. Im Folgenden wollen wir sie uns näher ansehen und herausfinden, wie sich für Führungskräfte eine Strategie für mehr Tatkraft in der Umsetzung von Projekten ableiten lässt.
Die vier Schlüsselfaktoren im Detail
Auf den nächsten Seiten werden wir die Faktoren genauer untersuchen.
1
Willen
Die innere Motivation und Entschlossenheit, ein Ziel zu erreichen.
2
Anziehungskraft des Ziels
Wie attraktiv und wünschenswert das angestrebte Ergebnis erscheint.
3
Zuversicht in die Machbarkeit
Der Glaube an die eigene Fähigkeit, das Ziel zu erreichen.
4
Klarheit über konkrete Schritte
Ein klarer Aktionsplan zur Erreichung des Ziels.
Willen
Intrinsik
Der Wille, der aus deinem persönlichen Interesse oder Freude an der Aufgabe entsteht.
Extrinsik
Äußere Anreize wie Belohnungen oder Anerkennung, die deinen Willen stärken können.
Leidensdruck
Der Wunsch, eine unbefriedigende Situation zu verändern, als starker Motivator.
Persönliche Werte
Alignment zwischen Zielen und deinen persönlichen Überzeugungen verstärkt den Willen.
Der Willen ist die treibende Kraft hinter jeder Veränderung. Er repräsentiert die innere Motivation, ein Ziel zu erreichen oder eine Herausforderung zu meistern. Dieser Faktor kann aus verschiedenen Quellen stammen, wie zum Beispiel einem starken Leidensdruck oder einer brennenden Leidenschaft für eine Sache.
Es ist wichtig zu erkennen, dass der Wille oft außerhalb des direkten Einflussbereichs von Coaching oder externer Motivation liegt. Er ist tief in deinen persönlichen Erfahrungen, Werten und Überzeugungen verwurzelt. Dennoch können Führungskräfte Umgebungen schaffen, die den Willen ihrer Teammitglieder stärken, indem sie inspirierende Visionen teilen und eine Kultur der Selbstmotivation fördern.
Anziehungskraft des Ziels
Je attraktiver und wünschenswerter ein Ziel erscheint, desto mehr Energie und Engagement wirst du in seine Erreichung investieren. Als Führungskraft oder Change-Treiber ist es deine Aufgabe, die Anziehungskraft des Ziels für alle Beteiligten sichtbar zu machen und - wenn möglich - sogar zu steigern.
Nutze dafür verschiedene Techniken, um das Ziel möglichst visuell und greifbar darzustellen. Betone die positiven Auswirkungen, die seine Erreichung haben wird. Indem du regelmäßig die Vorteile und den Wert des Ziels hervorhebst, schaffst du eine starke emotionale Verbindung, die die Motivation aufrechterhält. Das erleichtert den Start einer Unternehmung und sorgt für Zusammenhalt bei größeren Herausforderungen.
Visualisierung
Techniken wie geführte Imaginationen oder Vision Boards, um das Ziel lebendig und greifbar zu machen. Je detaillierter und lebendiger die Visualisierung, desto stärker die Anziehungskraft des Ziels.
Positive Auswirkungen
Positiven Veränderungen, die durch das Erreichen des Ziels eintreten werden, sind klar zu kommunizieren. Persönliche, teamspezifische und organisationsweite Vorteile sind dabei herauszustellen.
Storytelling
Eine kraftvolle Technik, um etwas in größeren Zusammenhängen darzustellen. Gute Geschichten und Zukunftsvisionen inspirieren, weil sie Ziele lebendig und attraktiv machen.
Zuversicht in die Machbarkeit
Die Zuversicht in die Machbarkeit ist ein kritischer Faktor für den Erfolg jedes Vorhabens. Sie repräsentiert den Glauben an die eigenen Fähigkeiten und die Überzeugung, dass das Ziel tatsächlich erreichbar ist. Man könnte sie auch als gut begründeten Optimismus betrachten. Aufgabe von Coaches und Führungskräften ist es, diese Art von Zuversicht sowohl bei sich selbst als auch bei im Team zu kultivieren und zu stärken.
Erfolgserinnerungen
Ein "Erfolgsportfolio" mit bisherigen Errungenschaften dokumentiert hilft, regelmäßig über Erfolge zu reflektieren und stärkt so das Selbstvertrauen.
Skill-Building
Identifikation von Schlüsselkompetenzen für die Zielerreichung. Pläne zur kontinuierlichen Verbesserung dieser Fähigkeiten. Jeder Fortschritt darin stärkt die Zuversicht.
Mentoring
Mentoren oder Vorbilder, die ähnliche Ziele erreicht haben, ihre Erfahrungen und Ratschläge stärken die Zuversicht.
Positive Affirmationen
Wiederholende positive Botschaften, die Fähigkeiten und Potenzial betonen, stärken das Selbstvertrauen und die Zuversicht.
Klarheit über konkrete Schritte
Ohne klare Aktionspläne erscheinen selbst die attraktivsten Ziele unerreichbar. Klarheit für sich selbst und das Team zu schaffen, ist eine originäre Führungsaufgabe.
Die Definition von Teilerfolgen, Meilensteinen und "Leuchttürmen" ist bekanntermaßen effektiv. Zwischenziele machen Fortschritte greif- und messbar. Sie dienen als Wegweiser zum Hauptziel. Den Weg in kleinere, überschaubare Schritte zu unterteilen, macht die Komplexität von Aufgaben erträglicher und steigert die Motivation.
1
Zieldefinitionen
SMART: Spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert.
2
Meilensteine
Unterteilung des Weges bedeutende und erreichbare Meilensteine.
3
Aktionspläne
Definition konkreter, umsetzbare Schritte. Festlegung von Terminen und Verantwortlichkeiten. Bereitschaft zu Kurskorrekturen, Flexibilität
Die Tatkraft-Formel
Das mathematische Prinzip
In der Mathematik nennt man das Ergebnis einer Multiplikation das Produkt. Diese mathematische Logik lässt sich perfekt auf unsere Erfolgsstrategie übertragen.
Die vier Erfolgsfaktoren
Denn es entsteht Tatkraft als Produkt aus den vier Faktoren:
Wille × Anziehungskraft des Ziels × Zuversicht × Klarheit = Tatkraft
Das Nullfaktor-Prinzip
Wie in der Mathematik gilt auch hier: Hat ein dieser Faktoren den Wert 0, ist auch das Gesamtergebnis 0. Dies verdeutlicht die entscheidende Bedeutung jedes einzelnen Faktors.
Praktische Beispiele
Betrachten wir ein Beispiel: Ein Mitarbeiter kann noch so viel Willenskraft haben - wenn ihm die Klarheit über die nächsten Schritte fehlt, wird er kaum ins Handeln kommen. Genauso wird ein perfekt ausgearbeiteter Plan (Klarheit) ohne die nötige Zuversicht in die eigenen Fähigkeiten nicht zur Umsetzung führen.
Der Verstärkungseffekt
Die Multiplikation dieser Faktoren hat auch einen verstärkenden Effekt: Wenn es uns gelingt, jeden einzelnen Faktor auch nur um 20% zu steigern, erhöht sich die resultierende Tatkraft nicht nur um 80%, sondern mehr als verdoppelt sich!
Der Tatkraft-Check
Unsere Bereitschafts-Checkliste
  • Treibt uns ein starker Wille an? - Oh, ja!
  • Ist das Ziel attraktiv? - Und ob!
  • Besteht Zuversicht in die Machbarkeit? - Und wie!
  • Herrscht Klarheit über die nächsten Schritte? - Na, klar!
Theoretische Bereitschaft
Theoretisch steht einem erfolgreichen Start also nichts im Weg. Die Tatkraft ist spürbar vorhanden.
Das Zögern verstehen
Und dennoch zögern wir manchmal, diesen ersten, entscheidenden Schritt zu wagen. Warum?
Die entscheidende Frage
Um durchzustarten, müssen wir uns einer letzten, fundamentalen Frage stellen:
Wollen wir den Preis zahlen, den unser Ziel von uns fordert?
Der Preis des Erfolgs
Folgender Aufwand kann entstehen und muss berücksichtigt werden:
Zeit
Konsequente Investition, ggf. Verzicht auf Freizeit und die Bereitschaft, es über Monate oder Jahre hinweg durchzuhalten.
Ressourcen
Strategische Investitionen in Weiterbildung, Werkzeuge und Equipment, sowie gezielter Einsatz von Expertenwissen, Mentoring und Coaching
Energie
Intensive mentale und körperliche Fokussierung, aktive Überwindung von inneren und äußeren Widerständen, sowie die Aufrechterhaltung einer positiven Haltung
Komplexität
Proaktiver Umgang mit Rückschlägen, flexible Anpassung an sich verändernde Bedingungen und die kreative Entwicklung zukunftsweisender Lösungsstrategien
Die Erfolgsgleichung
Das Grundprinzip der Tatkraft
Der entscheidende Faktor ist, dass unsere Tatkraft - die sich aus Willen, Anziehungskraft, Zuversicht und Klarheit zusammensetzt - stärker sein muss als die Summe dieser notwendigen Investitionen.
Die Mathematische Formel
Die entscheidende Erfolgsgleichung lautet daher:
Wille × Anziehungskraft × Zuversicht × Klarheit > Zeit + Ressourcen + Energie + Komplexität
Der Weg zum Erfolg
Der Weg zum Erfolg öffnet sich erst dann, wenn wir diese Investitionen nicht nur akzeptieren, sondern sie als notwendige Schritte unserer persönlichen Entwicklung begreifen und bewusst angehen.
Viel Erfolg!
Die Erfolgsgleichung ist ein Werkzeug für Deine persönliche Entwicklung und die Deines Teams. Es gibt viele Wege, wie Du Deine Energie steigern und Deine Ziele erreichen kannst. Das Wichtigste ist, dass Du aktiv wirst und Dich und Dein Team auf den Weg zum Erfolg bringst.
Im Anschluss findest Du noch ein paar nützliche Tools.
Entdecke Deine TATKRAFT
Möchtest Du Deine Tatkraft und die Deines Teams stärken. Ein Systemisches Coaching mit Hans G. Stamm kann Dir dabei helfen. In einem persönlichen Erstgespräch finden wir gemeinsam heraus, wie Du Deinen Weg zu mehr TATKRAFT und Entschlossenheit beschreiten kannst. Lass Dich inspirieren und entdecke Dein Potenzial.
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Tools zur Steigerung der Tatkraft
Motivation
Attraktion
Optimismus
Transparenz
Motivation
Führungskräfte haben entscheidenden Einfluss auf die Willenskraft ihrer Teams - auch wenn der Wille oft als rein persönliche Eigenschaft verstanden wird. Durch gezielte Maßnahmen und durchdachte Strategien erschaffen sie Arbeitsumgebungen, die den Willen und intrinsische Motivation von Mitarbeitenden nachhaltig stärken.
1
Sinnstiftung schaffen
Überzeugende Visionen, die den tieferen Zweck der Arbeit vermitteln und positive Auswirkungen auf Kunden, Unternehmen und Gesellschaft verdeutlichen.
2
Autonomie etablieren
Klare Handlungsrahmen, in denen Teammitglieder eigenverantwortlich Entscheidungen treffen können. Förderung der Entwicklung und Optimierung eigener Arbeitsmethoden.
3
Wachstum ermöglichen
Erstellung individueller Entwicklungspläne, die das aktuelle Projekt als Sprungbrett für weiterführende Karrieren machen. Identifikation konkreter Skill-Building-Opportunities.
4
Erfolge verstärken
Etablierung systematischer Anerkennungssysteme, die sowohl individuelle als auch Team-Erfolge würdigen. Nutzung verschiedener Formen der Anerkennung, von persönlichem Feedback bis hin zu öffentlicher Wertschätzung.
Der Schlüssel liegt in der strategischen Verknüpfung von Unternehmenszielen mit den individuellen Entwicklungsbestrebungen der Teammitglieder. Wenn Mitarbeitende erkennen, dass ihre persönlichen Wachstumsziele mit dem Projekterfolg verbunden sind, vertieft dies die emotionale Bindung zur Aufgabe.
Attraktion
Die Steigerung der Anziehungskraft des Ziels ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg. Visualisierungstechniken können dabei helfen, das Ziel greifbarer und attraktiver zu machen. Führungskräfte können diese Techniken nutzen, um sowohl die eigene Motivation als auch die des Teams zu steigern.
Eine effektive Methode ist die Erstellung eines detaillierten "Zukunftsbildes". Dabei wird das erfolgreiche Erreichen des Ziels in allen Einzelheiten visualisiert. Je lebendiger und detaillierter diese Visualisierung ist, desto stärker wird die Anziehungskraft des Ziels.
Virtual Reality Visualisierung
Moderne Technologien wie VR schaffen immersive Erfahrungen mit dem Ziel.
Visionboards
Gemeinsam mit dem Team ein erstellte Visionboards zeigen Ziele und erwartete Ergebnisse eines Projekts.
Geführte Imagination
Geführte Visualisierungen stimmen das Team mental auf den Erfolg ein.
Optimismus
1. Kompetenzen
Erstellung einer detaillierten Liste aller Fähigkeiten, die für das Projekt erforderlich sind.
2. Fähigkeiten
Jedem Teammitglied die Kompetenzen zuweisen, die es bereits beherrscht.
3. Entwicklungsfelder
Bildungsbedarfsanalysen Weiterbildungspläne
Skill-Mapping ist eine wirkungsvolle Methode, um die Zuversicht in die Realisierbarkeit eines Projekts zu stärken. Diese Übung dient nicht nur dazu, Kompetenzlücken zu erkennen, sondern auch das Vertrauen in die gemeinsamen Fähigkeiten des Teams zu fördern. Dieser strukturierte Ansatz macht die vorhandenen Stärken deutlich und zeigt gleichzeitig Wege zur Verbesserung auf, was die allgemeine Zuversicht des Teams stärkt.
Ein gutes Instrument hierfür ist der LINC TEAM CHECK. Er basiert auf den Ergebnissen des LINC Personality Profilers und liefert eine detaillierte Analyse der Persönlichkeitsmerkmale, Motivationen und Kompetenzen eines Teams.

LINC PERSONALITY PROFILER TEAM-CHECK

LINC PERSONALITY PROFILER TEAM-CHECK

Der Ergebnisbericht zeigt auch auf, wie sich die individuellen Persönlichkeiten der Teammitglieder auf das Verhalten und die Rollen im Team auswirken. Auf der Grundlage des TEAM CHECK können in einem Teamentwicklungs-Workshop ressourcenorientierte Maßnahmen oder lösungsorientiertes Konfliktmanagement erarbeitet werden.
Transparenz
Effektive Klarheit über konkrete Schritte schaffen agile Planungsmethoden wie Scrum oder Kanban. Sie bieten Strukturen, die komplexe Projekte in überschaubare Einheiten unterteilen und somit Klarheit und Übersichtlichkeit erhöhen.
Zentrales Element ist das Konzept der "User Stories". Sie beschreiben in einfacher Sprache, was ein bestimmter Nutzer oder Stakeholder erreichen möchte. Durch das Formulieren werden abstrakte Projektziele in konkrete Aufgaben verständlich übersetzt. Die Priorisierung der Stories im "Product Backlog" und ihre Aufnahme in Sprints schaffen einen klaren, schrittweisen Weg zum Ziel.
1
Vision
Definieren einer klaren, inspirierende Vision für das Gesamtprojekt.
2
User Stories
Herunterbrechen der Vision auf konkrete Anwendungsfälle (user stories).
3
Product Backlog
Ordnen der Geschichten nach Wichtigkeit und Abhängigkeiten.
4
Sprint-Planung
Stories für den nächsten Sprint auswählen. Umsetzung planen.
Prokrastination vermeiden: Tools und Strategien
Zeitmanagement-Techniken
Bewährte Zeitmanagement-Techniken wie die Pomodoro-Technik oder die Eisenhower-Matrix sind nützlich, um Aufgaben zu strukturieren und Prioritäten zu setzen. Das schafft Effizienz und spart Zeit für Wesentliches.
Produktivitäts-Apps
Apps und Software-Tools helfen, Aufgaben zu organisieren, Fortschritte zu verfolgen und Ablenkungen zu vermeiden.
Die Auswahl der richtigen Tools und Strategien hängt von individuellen Bedürfnissen und Präferenzen ab.

lemontaps.com

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