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Die TATKRAFTFORMEL

Erfolgsfaktor Veränderungskompetenz

In unserer dynamischen Welt ist die Fähigkeit, mit Veränderungen effektiv umzugehen, ein Erfolgsfaktor.

Dieser Artikel wurde inspiriert durch die wegweisende Arbeit des chilenischen Coachs Julio Olalla, einem Pionier des ontologischen Coachings.

Daraus resultiert eine leistungsstarke Formel für Tatkraft und Erfolg. Sie hilft, Herausforderungen zu meistern und Ziele zu erreichen.

Eine Erfolgsformel

Die Grundlage

Vier Schlüsselfaktoren liegen der Idee von Julio Ollala zugrunde. Sie sind entscheidend, um Veränderungsprozesse gelingen zu lassen. Er sieht sie in einer Multiplikation verbunden: Keiner der Faktoren darf gleich 0 sein, damit sich der Aufwand für die Veränderung lohnt. Außerdem muss das Ergebnis - also das Produkt der Multiplikation - größer sein als der erwartete Aufwand. Aber davon später mehr.


Wille x Anziehungskraft des Ziels x Zuversicht x Klarheit


Praktische Anwendung im Coaching

Diese Formel wird oft in strukturierten Lösungsanalysen verwendet, um herauszufinden, wo sich ein hilfreicher Ansatzpunkt für ein Coachinggespräch ergibt. Im Folgenden wollen wir sie uns näher ansehen und herausfinden, wie sich für Führungskräfte eine Strategie für mehr Tatkraft in der Umsetzung von Projekten ableiten lässt.

Die vier Schlüsselfaktoren im Detail

Auf den nächsten Seiten werden wir die Faktoren genauer untersuchen.

1

Willen

Die innere Motivation und Entschlossenheit, ein Ziel zu erreichen.

2

Anziehungskraft des Ziels

Wie attraktiv und wünschenswert das angestrebte Ergebnis erscheint.

3

Zuversicht in die Machbarkeit

Der Glaube an die eigene Fähigkeit, das Ziel zu erreichen.

4

Klarheit über konkrete Schritte

Ein klarer Aktionsplan zur Erreichung des Ziels.

Willen

Intrinsik

Der Wille, der aus deinem persönlichen Interesse oder Freude an der Aufgabe entsteht.

Extrinsik

Äußere Anreize wie Belohnungen oder Anerkennung, die deinen Willen stärken können.

Leidensdruck

Der Wunsch, eine unbefriedigende Situation zu verändern, als starker Motivator.

Persönliche Werte

Alignment zwischen Zielen und deinen persönlichen Überzeugungen verstärkt den Willen.

Der Willen ist die treibende Kraft hinter jeder Veränderung. Er repräsentiert die innere Motivation, ein Ziel zu erreichen oder eine Herausforderung zu meistern. Dieser Faktor kann aus verschiedenen Quellen stammen, wie zum Beispiel einem starken Leidensdruck oder einer brennenden Leidenschaft für eine Sache.

Es ist wichtig zu erkennen, dass der Wille oft außerhalb des direkten Einflussbereichs von Coaching oder externer Motivation liegt. Er ist tief in deinen persönlichen Erfahrungen, Werten und Überzeugungen verwurzelt. Dennoch können Führungskräfte Umgebungen schaffen, die den Willen ihrer Teammitglieder stärken, indem sie inspirierende Visionen teilen und eine Kultur der Selbstmotivation fördern.

Anziehungskraft des Ziels

Je attraktiver und wünschenswerter ein Ziel erscheint, desto mehr Energie und Engagement wirst du in seine Erreichung investieren. Als Führungskraft oder Change-Treiber ist es deine Aufgabe, die Anziehungskraft des Ziels für alle Beteiligten sichtbar zu machen und - wenn möglich - sogar zu steigern.

Nutze dafür verschiedene Techniken, um das Ziel möglichst visuell und greifbar darzustellen. Betone die positiven Auswirkungen, die seine Erreichung haben wird. Indem du regelmäßig die Vorteile und den Wert des Ziels hervorhebst, schaffst du eine starke emotionale Verbindung, die die Motivation aufrechterhält. Das erleichtert den Start einer Unternehmung und sorgt für Zusammenhalt bei größeren Herausforderungen.

Visualisierung

Techniken wie geführte Imaginationen oder Vision Boards, um das Ziel lebendig und greifbar zu machen. Je detaillierter und lebendiger die Visualisierung, desto stärker die Anziehungskraft des Ziels.

Positive Auswirkungen

Positiven Veränderungen, die durch das Erreichen des Ziels eintreten werden, sind klar zu kommunizieren. Persönliche, teamspezifische und organisationsweite Vorteile sind dabei herauszustellen.

Storytelling

Eine kraftvolle Technik, um etwas in größeren Zusammenhängen darzustellen. Gute Geschichten und Zukunftsvisionen inspirieren, weil sie Ziele lebendig und attraktiv machen.

Zuversicht in die Machbarkeit

Die Zuversicht in die Machbarkeit ist ein kritischer Faktor für den Erfolg jedes Vorhabens. Sie repräsentiert den Glauben an die eigenen Fähigkeiten und die Überzeugung, dass das Ziel tatsächlich erreichbar ist. Man könnte sie auch als gut begründeten Optimismus betrachten. Aufgabe von Coaches und Führungskräften ist es, diese Art von Zuversicht sowohl bei sich selbst als auch bei im Team zu kultivieren und zu stärken.

Erfolgserinnerungen

Ein "Erfolgsportfolio" mit bisherigen Errungenschaften dokumentiert hilft, regelmäßig über Erfolge zu reflektieren und stärkt so das Selbstvertrauen.

Skill-Building

Identifikation von Schlüsselkompetenzen für die Zielerreichung. Pläne zur kontinuierlichen Verbesserung dieser Fähigkeiten. Jeder Fortschritt darin stärkt die Zuversicht.

Mentoring

Mentoren oder Vorbilder, die ähnliche Ziele erreicht haben, ihre Erfahrungen und Ratschläge stärken die Zuversicht.

Positive Affirmationen

Wiederholende positive Botschaften, die Fähigkeiten und Potenzial betonen, stärken das Selbstvertrauen und die Zuversicht.

Klarheit über konkrete Schritte

Ohne klare Aktionspläne erscheinen selbst die attraktivsten Ziele unerreichbar. Klarheit für sich selbst und das Team zu schaffen, ist eine originäre Führungsaufgabe.

Die Definition von Teilerfolgen, Meilensteinen und "Leuchttürmen" ist bekanntermaßen effektiv. Zwischenziele machen Fortschritte greif- und messbar. Sie dienen als Wegweiser zum Hauptziel. Den Weg in kleinere, überschaubare Schritte zu unterteilen, macht die Komplexität von Aufgaben erträglicher und steigert die Motivation.

1

Zieldefinitionen

SMART: Spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert.

2

Meilensteine

Unterteilung des Weges bedeutende und erreichbare Meilensteine.

3

Aktionspläne

Definition konkreter, umsetzbare Schritte. Festlegung von Terminen und Verantwortlichkeiten. Bereitschaft zu Kurskorrekturen, Flexibilität

Die Tatkraft-Formel

Das mathematische Prinzip

In der Mathematik nennt man das Ergebnis einer Multiplikation das Produkt. Diese mathematische Logik lässt sich perfekt auf unsere Erfolgsstrategie übertragen.

Die vier Erfolgsfaktoren

Denn es entsteht Tatkraft als Produkt aus den vier Faktoren:

Wille × Anziehungskraft des Ziels × Zuversicht × Klarheit = Tatkraft

Das Nullfaktor-Prinzip

Wie in der Mathematik gilt auch hier: Hat ein dieser Faktoren den Wert 0, ist auch das Gesamtergebnis 0. Dies verdeutlicht die entscheidende Bedeutung jedes einzelnen Faktors.

Praktische Beispiele

Betrachten wir ein Beispiel: Ein Mitarbeiter kann noch so viel Willenskraft haben - wenn ihm die Klarheit über die nächsten Schritte fehlt, wird er kaum ins Handeln kommen. Genauso wird ein perfekt ausgearbeiteter Plan (Klarheit) ohne die nötige Zuversicht in die eigenen Fähigkeiten nicht zur Umsetzung führen.

Der Verstärkungseffekt

Die Multiplikation dieser Faktoren hat auch einen verstärkenden Effekt: Wenn es uns gelingt, jeden einzelnen Faktor auch nur um 20% zu steigern, erhöht sich die resultierende Tatkraft nicht nur um 80%, sondern mehr als verdoppelt sich!

Der Tatkraft-Check

Unsere Bereitschafts-Checkliste

  • Treibt uns ein starker Wille an? - Oh, ja!
  • Ist das Ziel attraktiv? - Und ob!
  • Besteht Zuversicht in die Machbarkeit? - Und wie!
  • Herrscht Klarheit über die nächsten Schritte? - Na, klar!

Theoretische Bereitschaft

Theoretisch steht einem erfolgreichen Start also nichts im Weg. Die Tatkraft ist spürbar vorhanden.

Das Zögern verstehen

Und dennoch zögern wir manchmal, diesen ersten, entscheidenden Schritt zu wagen. Warum?

Die entscheidende Frage

Um durchzustarten, müssen wir uns einer letzten, fundamentalen Frage stellen:

Wollen wir den Preis zahlen, den unser Ziel von uns fordert?

Der Preis des Erfolgs

Folgender Aufwand kann entstehen und muss berücksichtigt werden:

Zeit

Konsequente Investition, ggf. Verzicht auf Freizeit und die Bereitschaft, es über Monate oder Jahre hinweg durchzuhalten.

Ressourcen

Strategische Investitionen in Weiterbildung, Werkzeuge und Equipment, sowie gezielter Einsatz von Expertenwissen, Mentoring und Coaching

Energie

Intensive mentale und körperliche Fokussierung, aktive Überwindung von inneren und äußeren Widerständen, sowie die Aufrechterhaltung einer positiven Haltung

Komplexität

Proaktiver Umgang mit Rückschlägen, flexible Anpassung an sich verändernde Bedingungen und die kreative Entwicklung zukunftsweisender Lösungsstrategien

Die Erfolgsgleichung

Das Grundprinzip der Tatkraft

Der entscheidende Faktor ist, dass unsere Tatkraft - die sich aus Willen, Anziehungskraft, Zuversicht und Klarheit zusammensetzt - stärker sein muss als die Summe dieser notwendigen Investitionen.

Die Mathematische Formel

Die entscheidende Erfolgsgleichung lautet daher:

Wille × Anziehungskraft × Zuversicht × Klarheit > Zeit + Ressourcen + Energie + Komplexität

Der Weg zum Erfolg

Der Weg zum Erfolg öffnet sich erst dann, wenn wir diese Investitionen nicht nur akzeptieren, sondern sie als notwendige Schritte unserer persönlichen Entwicklung begreifen und bewusst angehen.

Viel Erfolg!

Die Erfolgsgleichung ist ein Werkzeug für Deine persönliche Entwicklung und die Deines Teams. Es gibt viele Wege, wie Du Deine Energie steigern und Deine Ziele erreichen kannst. Das Wichtigste ist, dass Du aktiv wirst und Dich und Dein Team auf den Weg zum Erfolg bringst.

Im Anschluss findest Du noch ein paar nützliche Tools.

Entdecke Deine TATKRAFT

Möchtest Du Deine Tatkraft und die Deines Teams stärken. Ein Systemisches Coaching mit Hans G. Stamm kann Dir dabei helfen. In einem persönlichen Erstgespräch finden wir gemeinsam heraus, wie Du Deinen Weg zu mehr TATKRAFT und Entschlossenheit beschreiten kannst. Lass Dich inspirieren und entdecke Dein Potenzial.

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Tools zur Steigerung der Tatkraft

Motivation

Attraktion

Optimismus

Transparenz

Motivation

Führungskräfte haben entscheidenden Einfluss auf die Willenskraft ihrer Teams - auch wenn der Wille oft als rein persönliche Eigenschaft verstanden wird. Durch gezielte Maßnahmen und durchdachte Strategien erschaffen sie Arbeitsumgebungen, die den Willen und intrinsische Motivation von Mitarbeitenden nachhaltig stärken.

1

Sinnstiftung schaffen

Überzeugende Visionen, die den tieferen Zweck der Arbeit vermitteln und positive Auswirkungen auf Kunden, Unternehmen und Gesellschaft verdeutlichen.

2

Autonomie etablieren

Klare Handlungsrahmen, in denen Teammitglieder eigenverantwortlich Entscheidungen treffen können. Förderung der Entwicklung und Optimierung eigener Arbeitsmethoden.

3

Wachstum ermöglichen

Erstellung individueller Entwicklungspläne, die das aktuelle Projekt als Sprungbrett für weiterführende Karrieren machen. Identifikation konkreter Skill-Building-Opportunities.

4

Erfolge verstärken

Etablierung systematischer Anerkennungssysteme, die sowohl individuelle als auch Team-Erfolge würdigen. Nutzung verschiedener Formen der Anerkennung, von persönlichem Feedback bis hin zu öffentlicher Wertschätzung.

Der Schlüssel liegt in der strategischen Verknüpfung von Unternehmenszielen mit den individuellen Entwicklungsbestrebungen der Teammitglieder. Wenn Mitarbeitende erkennen, dass ihre persönlichen Wachstumsziele mit dem Projekterfolg verbunden sind, vertieft dies die emotionale Bindung zur Aufgabe.

Attraktion

Die Steigerung der Anziehungskraft des Ziels ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg. Visualisierungstechniken können dabei helfen, das Ziel greifbarer und attraktiver zu machen. Führungskräfte können diese Techniken nutzen, um sowohl die eigene Motivation als auch die des Teams zu steigern.

Eine effektive Methode ist die Erstellung eines detaillierten "Zukunftsbildes". Dabei wird das erfolgreiche Erreichen des Ziels in allen Einzelheiten visualisiert. Je lebendiger und detaillierter diese Visualisierung ist, desto stärker wird die Anziehungskraft des Ziels.

Virtual Reality Visualisierung

Moderne Technologien wie VR schaffen immersive Erfahrungen mit dem Ziel.

Visionboards

Gemeinsam mit dem Team ein erstellte Visionboards zeigen Ziele und erwartete Ergebnisse eines Projekts.

Geführte Imagination

Geführte Visualisierungen stimmen das Team mental auf den Erfolg ein.

Optimismus

1. Kompetenzen

Erstellung einer detaillierten Liste aller Fähigkeiten, die für das Projekt erforderlich sind.

2. Fähigkeiten

Jedem Teammitglied die Kompetenzen zuweisen, die es bereits beherrscht.

3. Entwicklungsfelder

Bildungsbedarfsanalysen Weiterbildungspläne

Skill-Mapping ist eine wirkungsvolle Methode, um die Zuversicht in die Realisierbarkeit eines Projekts zu stärken. Diese Übung dient nicht nur dazu, Kompetenzlücken zu erkennen, sondern auch das Vertrauen in die gemeinsamen Fähigkeiten des Teams zu fördern. Dieser strukturierte Ansatz macht die vorhandenen Stärken deutlich und zeigt gleichzeitig Wege zur Verbesserung auf, was die allgemeine Zuversicht des Teams stärkt.

Ein gutes Instrument hierfür ist der LINC TEAM CHECK. Er basiert auf den Ergebnissen des LINC Personality Profilers und liefert eine detaillierte Analyse der Persönlichkeitsmerkmale, Motivationen und Kompetenzen eines Teams.

LINC PERSONALITY PROFILER TEAM-CHECK

LINC PERSONALITY PROFILER TEAM-CHECK

Der Ergebnisbericht zeigt auch auf, wie sich die individuellen Persönlichkeiten der Teammitglieder auf das Verhalten und die Rollen im Team auswirken. Auf der Grundlage des TEAM CHECK können in einem Teamentwicklungs-Workshop ressourcenorientierte Maßnahmen oder lösungsorientiertes Konfliktmanagement erarbeitet werden.

Transparenz

Effektive Klarheit über konkrete Schritte schaffen agile Planungsmethoden wie Scrum oder Kanban. Sie bieten Strukturen, die komplexe Projekte in überschaubare Einheiten unterteilen und somit Klarheit und Übersichtlichkeit erhöhen.

Zentrales Element ist das Konzept der "User Stories". Sie beschreiben in einfacher Sprache, was ein bestimmter Nutzer oder Stakeholder erreichen möchte. Durch das Formulieren werden abstrakte Projektziele in konkrete Aufgaben verständlich übersetzt. Die Priorisierung der Stories im "Product Backlog" und ihre Aufnahme in Sprints schaffen einen klaren, schrittweisen Weg zum Ziel.

1

Vision

Definieren einer klaren, inspirierende Vision für das Gesamtprojekt.

2

User Stories

Herunterbrechen der Vision auf konkrete Anwendungsfälle (user stories).

3

Product Backlog

Ordnen der Geschichten nach Wichtigkeit und Abhängigkeiten.

4

Sprint-Planung

Stories für den nächsten Sprint auswählen. Umsetzung planen.

Prokrastination vermeiden: Tools und Strategien

Zeitmanagement-Techniken

Bewährte Zeitmanagement-Techniken wie die Pomodoro-Technik oder die Eisenhower-Matrix sind nützlich, um Aufgaben zu strukturieren und Prioritäten zu setzen. Das schafft Effizienz und spart Zeit für Wesentliches.

Produktivitäts-Apps

Apps und Software-Tools helfen, Aufgaben zu organisieren, Fortschritte zu verfolgen und Ablenkungen zu vermeiden.

Die Auswahl der richtigen Tools und Strategien hängt von individuellen Bedürfnissen und Präferenzen ab.

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